Mineralische Kristallisationstechnologie NCT

Natural Crystallization Technology (NCT) ist eine Technologie, bei der spezielle mineralische Mörtel für Injektions- und Sanierungsarbeiten eingesetzt werden. Ziel ist es, auf die mineralische Struktur des Mauerwerks einzuwirken, den Feuchtigkeitstransport zu begrenzen und die Materialeigenschaften zu verbessern.
Wirkprinzip:
- Einsatz von Materialien auf mineralischer Basis;
- Einfluss auf die mineralische Struktur des Mauerwerks;
- Unterstützung von Kristallisationsprozessen;
- Unterstützung der sekundären Hydratation von Zement oder Kalk in geeigneten Untergründen;
- Verringerung des kapillaren Feuchtigkeitstransports gemäß dem Wirkprinzip der Technologie.
Deklarierte Eigenschaften des Systems:
- Ausbildung einer Feuchtigkeitssperre im Mauerwerk;
- Verringerung der Wasseraufnahme und Durchlässigkeit des Materials;
- Verbesserung der Frostbeständigkeit;
- Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Salzen und bestimmten aggressiven Substanzen;
- Unterstützung der Stabilisierung der mineralischen Struktur;
- Anwendung von der Innen- und Außenseite möglich;
- Einsatz bei Sanierungs- und Abdichtungsarbeiten möglich.
Anwendungsbereiche:
- durchfeuchtetes Ziegelmauerwerk;
- ausgewählte Betonbauteile und mineralische Baustoffe;
- Keller und unterirdische Räume;
- ältere, sanierungsbedürftige Gebäude;
- Bauwerke, bei denen Eingriffe in die Konstruktion möglichst begrenzt werden sollen.
Wichtige Hinweise:
- die Wirksamkeit hängt von der korrekten Ermittlung der Feuchtigkeitsursache ab;
- die Materialauswahl muss die Art und den Zustand des Mauerwerks berücksichtigen;
- der konkrete Anwendungsbereich muss für das jeweilige Bauwerk festgelegt werden;
- eine vom Hersteller deklarierte Garantie von 30 Jahren setzt voraus, dass die Garantiebedingungen und der Umfang der abgedeckten Leistungen geprüft werden.
Wie wählt man das geeignete Verfahren zur Mauertrocknung und Gebäudeabdichtung?
Die Auswahl der Technologie sollte erst nach einer Beurteilung des Gebäudezustands und einer Untersuchung der Feuchtigkeitsursache erfolgen.
Häufige Ursachen für Feuchtigkeit und mögliche Maßnahmen:
- Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit: Prüfung der Notwendigkeit, eine Horizontalsperre herzustellen oder zu erneuern.
- Wassereintritt aus dem Erdreich: Prüfung einer vertikalen Bauwerksabdichtung, der Abdichtung von Anschlüssen und gegebenenfalls Maßnahmen gegen drückendes Wasser.
- Salzbelastetes Mauerwerk: Auswahl eines geeigneten Sanierungssystems und Prüfung, ob salzbelastete Schichten entfernt werden müssen.
- Kondensation von Wasserdampf: Untersuchung der Lüftung, der Oberflächentemperaturen und der hygrothermischen Bedingungen.
- Historische Gebäude: Auswahl eines Verfahrens unter Berücksichtigung der Konstruktion, historischer Baustoffe und der zulässigen Eingriffe.
- Beschädigte Putze und Oberflächen: Prüfung, ob Sanierungsarbeiten ausreichen oder zusätzlich die Ursache der Feuchtigkeit beseitigt werden muss.
Welche Faktoren bestimmen den Erfolg der Mauertrocknung?
- korrekte Ermittlung der Feuchtigkeitsursache;
- Beurteilung der Baustoffart und der Wanddicke;
- Bestimmung des Feuchtigkeits- und Salzgehalts;
- fachgerechte Auswahl der Technologie und Materialien;
- ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten;
- Sicherstellung geeigneter Trocknungsbedingungen;
- Kontrolle der Ergebnisse nach Abschluss der Arbeiten.
Eine wirksame Bauwerksabdichtung beginnt mit einer fachgerechten Diagnose. Erst wenn die Ursache der Feuchtigkeit bekannt ist, lässt sich ein Verfahren auswählen, das den Wassereintritt begrenzt, die Sanierung des Mauerwerks ermöglicht und zur langfristigen Beständigkeit der ausgeführten Maßnahmen beiträgt.